Religion als Ressource

Nach über eineinhalb Jahren einer recht angespannten Debattenlage sowie starken politischen Polarisationstendenzen in Deutschland und Europa zur Flüchtlingskrise, stellt sich heraus, dass im Gegensatz zu einem eher Überangebot an Informationen unterschiedlichster Relevanz, die öffentliche Diskussion über das, was wir besser wissen müssen, um zielführender handeln zu können, eher unterbelichtet ist. Dabei können nicht nur hauptberufliche und ehrenamtliche Mitarbeiter in den Brennpunkten der Begegnung mit Ankömmlingen in unser Land mehr Handlungssicherheit gewinnen, wenn sie in der Lage sind, auch Perspektiven in ihre Arbeitsansätze aufzunehmen, die gerade vor dem kulturellen Hintergrund, derer die kommen, wesentlich sind.

Die Christen im Orient – Geschichte und aktuelle Lage

Termin  Mittwoch, 14.03.2018, 19:00 Uhr

Ort  KOMENSKÝ Gäste- und Tagungshaus, Comeniusstraße 8, Herrnhut

Referent  Prof. Dr. Thomas Bremer (Universität Münster)

Kosten  Die Teilnahme ist kostenfrei.

Veranstalter  Ev.-Luth. Kirchgemeinde Bautzen-Gesundbrunnen, Ev.-Luth. Kirchenbezirk Löbau-Zittau, Umweltbibliothek Großhennersdorf e.V., Akademie Herrnhut für politische und kulturelle Bildung e.V.

Förderer  Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsen

In diesem Vortrag wird Prof. Dr. Thomas Bremer vor dem Hintergrund, Religion als Ressource für die soziale Arbeit sichtbar zu machen, die Grundlagen für das Thema, nämlich »Die Christen im Orient – Geschichte und aktuelle Lage« erklären. Dr. theol. Thomas Bremer ist Universitätsprofessor für Ökumenik und Friedensforschung an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster. Geboren 1957 promovierte er, nach seinem Studium der Katholischen Theologie, der Slawischen und der Klassischen Philologie in München und Belgrad, 1990 mit einer Arbeit zur Ekklesiologie in der Serbischen Orthodoxen Kirche. Bevor er 1999 an die Universität Münster berufen wurde, war er von 1996-1999 Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde (Berlin). Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die Orthodoxie in Russland und in Serbien, Religion und Politik, ökumenische Beziehungen zwischen westlichen und östlichen Kirchen sowie Kirchen und Religionsgemeinschaften in Konfliktsituationen.

Religion als Ressource für die soziale Arbeit

Termin  Mittwoch, 21.03.2018, 19:00 Uhr

Ort  KOMENSKÝ Gäste- und Tagungshaus, Comeniusstraße 8, Herrnhut

Referent  Dr. Frank van der Velden (Kath. Erwachsenenbildung Hessen, Mainz)

Kosten  Die Teilnahme ist kostenfrei.

Veranstalter  Ev.-Luth. Kirchgemeinde Bautzen-Gesundbrunnen, Ev.-Luth. Kirchenbezirk Löbau-Zittau, Umweltbibliothek Großhennersdorf e.V., Akademie Herrnhut für politische und kulturelle Bildung e.V.

Förderer  Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsen

Für dieses Referat konnten wir Dr. Frank van der Velden gewinnen, der zusammen mit der Katholischen Erwachsenenbildung Hessen ein Kursangebot unter der Themensetzung entwickelt hat. Dr. Frank van der Velden ist Studienleiter für interreligiöse Bildung im Diözesanbildungswerk Limburg, u.a. als Bischöflicher Beauftragter für Islamfragen. Geboren 1964, studierte er in Damaskus und Tübingen islamische und katholische Theologie sowie orientalische Sprachen. Von 1997 bis 2014 war van der Velden in Kairo erst als theologischer Referent der katholischen Gemeinde in Ägypten und später als Leiter der Fachgruppe Religion an der dortigen Deutschen Evangelischen Oberschule tätig. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland lehrte und wirkte er im Bereich der interreligiösen Erwachsenenbildung in Mainz, Hamburg, Wiesbaden und Limburg, unter anderem um Religion als Ressource in Schule und sozialer Arbeit mit Muslimen und Christen zu vermitteln.